Donnerstag, 22. September 2016

[Rezension] Katie Cotugno - So geht Liebe

Inhalt
Mit fünfzehn bringt Reena im Restaurant, wo sie nach der Schule bedient, die Bestellungen durcheinander, sobald Sawyer auftaucht. Sie steht schon immer auf ihn, ist aber viel zu schüchtern, um ihm ihre Gefühle zu zeigen. Mit siebzehn kommt sie mit ihm zusammen, irgendwie; es scheint Reena wie ein verrückter Traum. Der ein paar Monate später auch schon wieder vorbei ist, für Reena allerdings nicht folgenlos: Sie ist schwanger – und Sawyer verschwindet ohne ein Wort des Abschieds. Mit neunzehn steht sie ihm im Supermarkt plötzlich wieder gegenüber, und er nimmt sie in die Arme, als sei nichts geschehen. Doch Reena ist jetzt eine andere, sie hat ihre kleine Tochter Hannah, die sie über alles liebt. Sie wird nie wieder auf irgendeinen Typen hereinfallen, der sie dann einfach sitzen lässt – hofft sie zumindest … (Quelle: Amazon) 

Infos zum Buch
Seitenzahl: 320 Seiten

Verlag: Heyne Verlag
Preis: 15,99 € (Gebunden) / 9,99 € (Taschenbuch) / 8,99 € (E-Book)

Infos zur Autorin
Katie Cotugno landete bereits auf der Shortlist für den begehrten Pushcart Prize, bevor sie mit So geht Liebe ihr erstes Jugendbuch veröffentlichte. Sie ist eine hoffnungslose Romantikerin, liebt Mozzarella-Honig-Sandwiches, ihre kleine Schwester und ihren Mann Tom, mit dem sie in Boston lebt. (Quelle: Amazon)

Erster Satz des Buches
"Ich suche schon eine halbe Ewigkeit nach Sawyer, als ich ihn im Supermarkt auf dem Federal Highway vor der Slush-Maschine stehen sehe."

Fazit
"So geht Liebe" ist ein Roman der Autorin Katie Cotugno. Zwar habe ich bisher noch nichts von der Autorin gelesen, war aber neugierig auf diesen Roman, da mir der Klappentext sehr zusagte.

Liest man ebendiesen Klappentext, so erwartet man eine schicke Lovestory, die quasi am Ende anfängt. Gewünscht hätte ich mir ein kurzes "Nachher", das die aktuelle Situation beschreibt, dann einen großen Rückblick auf die Vergangenheit und anschließend wieder das "Nachher", das die aktuelle Situation widerspiegelt. Stattdessen erhalten wir einen stetigen Wechsel zwischen "Vorher" und "Nachher", der nicht nur völlig verwirrend ist, sondern im weiteren Verlauf einfach nur fürchterlich nervig war. 

Hinzu kommt, dass die Hauptprotagonistin Reena nicht nur völlig naiv und leichtgläubig ist, sondern auch scheinbar keinerlei Stress mit ihrer Situation hat und dem Vater ihrer Tochter, Sawyer ratzfatz jeden Fehler verzeiht - immer. Mit kleinem Kind, Freundeskreis etc. läuft alles immer nur perfekt und auch ihre 2-jährige Tochter scheint immer nur lieb und brav zu sein - was in dem Alter absolut an den Haaren herbeigezogen ist. Auch Sawyer selbst gefiel mir als Protagonist überhaupt nicht, denn nicht nur, dass er es meiner Meinung nach irgendwo ausnutzt, dass Reena ihm alles verzeiht, er ist auch als Persönlichkeit nicht wirklich greifbar und ich hätte mir mehr "Zugang" zu ihm gewünscht. 

Insgesamt konnte mich dieses Werk nicht wirklich überzeugen, auch wenn ich am Anfang gehofft hatte, dass ich nach und nach mehr Gefallen daran finden würde. Die Idee zur Geschichte ist interessant und hätte durchaus gut werden können, die Umsetzung ist jedoch eher schlecht gelungen und die Charaktere haben zu wenig Persönlichkeit, zu wenig Ecken und Kanten, die sie greifbarer machen. Auch den Schreibstil fand ich eher gewöhnungsbedürftig, ebenso wie die abwechselnden Zeiten. 




Wertung: 2 von 5 Sterne!


Ein ganz herzliches Dankeschön an den Heyne Verlag, für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars! 

Mittwoch, 21. September 2016

[Rezension] Poznanski / Strobel - Anonym

Inhalt
Du verabscheust deinen Nachbarn? Du hast eine offene Rechnung mit deiner Ex-Frau? Du wünschst deinem Chef den Tod? Dann setze ihn auf unsere Liste und warte, ob die anderen User für ihn voten. Aber überlege es dir gut, denn manchmal werden Wünsche wahr...

Es ist der erste gemeinsame Fall von Kommissar Daniel Buchholz und seiner Kollegin Nina Salomon, und er führt sie auf die Spur des geheimnisvollen Internetforums "Morituri". Dort können die Mitglieder Kandidaten aufstellen und dann für sie abstimmen. Dem Gewinner winkt der Tod. Aber das Internet ist unendlich, die Nutzer schwer zu fassen. Nur der Tod ist ausgesprochen real, und er ist näher, als Buchholz und Salomon glauben... (Quelle: Amazon)

Infos zum Buch
Seitenzahl: 384 Seiten
Verlag: Wunderlich
Preis: 19,99 € (Gebunden) / 16,99 € (E-Book)


Infos zur Autorin
Ursula Poznanski wurde 1968 in Wien geboren. Sie war als Journalistin für medizinische Zeitschriften tätig. Nach dem fulminanten Erfolg ihrer Jugendbücher "Erebos", "Saeculum", Layers" etc. landete sie bereits mit ihrem ersten Thriller "Fünf" auf den Bestsellerlisten. Bei Wunderlich folgten "Blinde Vögel" und "Stimmen" sowie zusammen mit Arno Strobel der Bestseller "Fremd". Ursula Poznanski lebt mit Mann und Sohn in der Nähe von Wien. Arno Strobel, 1962 in Saarlouis geboren, studierte Informationstechnologie und arbeitete lange bei einer großen deutschen Bank in Luxemburg bis er sich an das Schreiben von Romanen wagte. Mit seinen Psychothrillern "Der Trakt", "Das Wesen", "Das Skript", "Der Sarg", "Das Dorf", "Die Flut" etc.erklomm Strobel die Bestsellerlisten. Mit Ursula Poznanski zusammen schrieb er den Bestseller "Fremd". Arno Strobel lebt mit seiner Familie in der Nähe von Trier. (Quelle: Amazon)

Erster Satz des Buches
"Sie stoßen ihn in den Dreck und reißen ihm alles vom Leib."

Fazit
"Anonym" ist ein Roman der Autoren Arno Strobel und Ursula Poznanski. Zwar kenne ich keinen Roman von Arno Strobel, allerdings ist er oft in aller Munde, weswegen ich eigentlich schon lange neugierig auf seine Bücher bin. Zusätzlich habe ich vor kurzem den neuen Roman ("Elanus") von Ursula Poznanski gelesen und war schlichtweg begeistert! Aus diesem Grund reizte mich natürlich die Kombination "Poznanski/Strobel" und da ich in letzter Zeit ganz gerne mal einen Krimi/Thriller lese, war diese Neuerscheinung natürlich ein muss.

Stell Dir vor, Du kannst entscheiden, ob einer Deiner Erzfeine sterben soll. Würdest Du es tun? Vermutlich würden viele von euch diese Frage mit nein beantworten, doch wäre es tatsächlich so? Was wäre, wenn euch völlige Anonymität versprochen werden würde und ihr sicher sein könntet, dass niemand jemals erfährt, wen ihr zum Tode verurteilt habt? Würdet ihr es tun? 

Vor diese Entscheidung werden die Nutzer des Forums Morituri gestellt, denn der Inhaber Trajan - der dies anfangs innerhalb des Darknet betreibt bietet diese einmalige Gelegenheit: jeder kann jemanden nominieren, den er tot sehen möchte, er muss nur begründen, warum. (Das Darknet ist ein spezieller, nicht so einfach zugänglicher Teil des Internets, für dessen Nutzung man einen speziellen Browser und ein paar Kenntnisse über dessen Verwendung braucht.) Im Laufe der Zeit ist dieses Forum jedoch nicht nur über das Darknet zugänglich, sondern auch über die normale Suchmaschine auffindbar - denn Trajan und seine Taten werden bekannter - sehr zum leiden der potenziellen Opfer und der Polizei, die mit allen Mitteln versucht, diese Seite vom Netz zu nehmen. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, die nicht nur ein Ermittlerteam an den Rande der Verzweiflung bringt, sondern auch viele, vermeintlich unschuldige, zu Mittätern werden lässt.

Mit "Anonym" schaffen Poznanski/Strobel einen grandiosen Roman, der nicht nur das Potenzial hat, einer der besten Thriller des Jahres 2016 zu werden, sondern vielschichtiger ist, als es auf den ersten Blick scheint. Neben menschlichen Abgründen, die uns auf erschütterndste Art und Weise präsentiert werden und einigen blutigen Missetaten steht auch die Menschlichkeit (oder das völlige Fehlen derer) ganz klar im Vordergrund und wir bekommen einmal mehr vor Augen geführt, dass auch Polizisten nur Menschen sind, die eine Vergangenheit haben. Auch wenn ich dieses Buch als wahren Pageturner erlebt habe, der mich immer mehr in seinen Bann gezogen hat, so musste ich so manches Mal auch innehalten, da mich die Grausamkeit der Menschheit ziemlich erschüttert hat. Natürlich handelt es sich hierbei um einen fiktiven Roman, dennoch lässt es sich nicht leugnen, dass sich genau solch eine Szenerie in unserer Mediengeplagten (oder -gesegneten?) Welt genau so abspielen könnte  und sind wir doch mal ehrlich: wir würden es wohl alle verfolgen - jeder auf seine eigene Art und Weise. 

Der Schreibstil des Thrillers ist packend, die Charaktere tiefgründig, die Story absolut genial und die Auflösung... unvorhersehbar! Mich konnte die Kombination Poznanski/Strobel auf jeden Fall überzeugen und ich werde mit Sicherheit bald auch mal (wieder) zu einem Roman greifen, der nur von Poznanski oder Strobel geschrieben wurde. Prädikat: Sehr lesenswert!

Wertung: 5 von 5 Sterne!


Ein ganz herzliches Dankeschön an den Verlag, für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

Freitag, 16. September 2016

[Rezension] A.L. Kahnau - X 04 - Es bringt den Tod

Inhalt
Einsam kämpfst du. Einsam stirbst du. Zombieapokalypse
Als Mila und ihre Begleiter auf weitere Überlebende stoßen, die vorgeben, mehr über die Trägerschaft zu wissen, erscheint das fast zu schön, um wahr zu sein. Doch es stellt sich schnell heraus, dass nichts so ist, wie es scheint.
Und hinter jedem Licht verbirgt sich Schatten. (Quelle: Amazon)

Infos zum Buch 
Seitenzahl: 292 Seiten
Verlag: Books on Demand

Preis: 8,99 € (Taschenbuch) / 2,99 € (E-Book)
Reihe: X - Es beginnt (01)
          X - Es breitet sich aus (02)
          X - Es zerstört Dich (03)

Infos zur Autorin

A.L.Kahnau (geboren 1987 im Siegerland) lässt ihre Protagonisten nicht irgendwo herumspazieren. Nein, sie leben in deiner Nachbarschaft. Sie könnten dein Nachbar sein, deine Tochter oder auch dein bester Freund. 
Trotzdem bleiben A.L.Kahnaus Geschichten vom Beginn bis zum Ende spannend, gefühlvoll und vor allem authentisch. Besuche A.L.Kahnau auch auf ihrer Homepage: www.alkahnau.jimdo.com oder auf Facebook.  (Quelle: Amazon)

Erster Satz des Buches
"Ein Kind zu töten, dazu gehört schon einiges an Verzweiflung."

Fazit
"X - Es bringt den Tod" ist der 4. Band der "X"-Reihe von A.L. Kahnau. Nachdem ich Band 1-3 geliebt und verschlungen habe, war Band 4 natürlich Pflichtlektüre! 

Bevor man sich dem vorerst letzten Band der Reihe widmet, sollte man die vorherigen Bände auf alle Fälle gelesen haben, sonst geht einem nicht nur einiges an Lesespaß verloren, sondern auch das Verständnis hakt. 


"Es bringt den Tod" knüpft nahtlos an die Geschehnisse des 3. Bandes an, was ich persönlich mehr als gut fand. Nachdem ich ebendiesen Band erst vor kurzem gelesen hatte und nach dem beenden nahezu nach der Fortsetzung gelechzt habe, konnte ich es kaum abwarten, mit dem 4. zu beginnen und kann nur sagen: ich habe ihn durchgesuchtet! A.L. Kahnau schafft es auch in diesem Band wieder, uns nicht nur zu fesseln und in die Welt der völligen Zombie-Apokalypse zu entführen, sondern uns auch dort festzuketten und nicht mehr loszulassen, bis wir uns völlig in dieser Welt verloren haben. Seite für Seite habe ich durchflogen und mich immer tiefer in die Welt von Mila, Dante und Paddy eingefunden, mitgefühlt, mitgefiebert und mir vor allem eins gewünscht: mehr davon! Auch wenn in den Vorgängerbänden nicht gerade Eitel-Sonnenschein herrschte, so muss ich doch sagen, dass ich diesen Band um einiges düsterer fand - was mich umso mehr begeisterte! Nachdem in "Es zerstört Dich" übrigens auch eine große Bombe geplatzt ist (Geheimniskrämerei-mäßig, Dante, etc) habe ich mich ehrlich gesagt auch recht schnell an die große Neuigkeit gewöhnt und finde das durchmischen verschiedener Genre (Fantasy, ein wenig Science-Fiction) durchaus gelungen. 


Auch wenn das Ende nicht so Cliffhanger-mäßig war, wie das Ende von Band 3, so empfand ich doch einen gewissen Drang weiterzulesen und bei der Vorstellung, dass dies das Ende der Reihe gewesen sein soll, werde ich dann doch ein wenig traurig. Doch das Nachwort lässt hoffen und bis dahin freue ich mich einfach auf viele weitere, tolle, Romane der Autorin. 


Wertung: 5 von 5 Sterne!


Ein ganz herzliches Dankeschön an die Autorin, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!