Sonntag, 21. Mai 2017

[Lesung] Autoren-Lesung mit Gabriela Swoboda

Am gestrigen Abend war ich mit einer lieben Kollegin auf der Lesung von Gabriela Swoboda (bei der sie aus ihrem Erstlingswerk "Novus Ordo Seclorum" vorlas) von der ich vor einigen Wochen durch Zufall erfahren habe. Diese fand im Katholischen Pfarramt in Hettenleidelheim statt, gar nicht weit von mir, das konnte ich mir doch nicht entgehen lassen! :)

(c) by Book-addicted

Gestern Abend war es dann endlich soweit und wir begaben uns dorthin, gespannt darauf, was uns erwarten würde... dort angekommen, erwartete uns ein tolles Ambiente, kleine Häppchen und geballte Spannung auf den Beginn der Veranstaltung.
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Als es dann endlich losging, konnte uns Gabriela Swoboda direkt fesseln, nicht nur mit ihrer sympathischen Art, sondern auch mit ihrer Art, uns vorzulesen. Mit verschiedenen Tonlagen, Gestiken und Mimiken zeigte sie uns eine komplette Palette an schauspielerischem Talent und begeisterte so die ganz unterschiedlichen Besucher. Die Spannung war groß und klein anzusehen und die Autorin meisterte es, an diesen Passagen die Spannung noch weiter anzuheizen, sodass der ganze Raum den Atem anhielt.

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Nach einer Pause, in der wir großzügig mit Häppchen und Getränken versorgt wurden, ging es direkt spannend weiter. Gabriela Swoboda versorgte und zwischendrin auch mit echten Wiener Süßigkeiten: Mozartkugeln und Marzipan. :-D Außerdem feierten wir den Geburtstag der Bloggerin "Arya Green Vermont" (Anna), mit einem Ständchen, die zur Feier des Tages auch ein paar Geschenke zum Verlosen mitbrachte. Gabriela Swoboda stellte Fragen zum Inhalt der Lesung und wer am schnellsten antwortete, konnte ein kleines Paket sein eigen nennen. Vielen herzlichen Dank nochmal Anna, an dieser Stelle, ich hab nämlich auch eins gewonnen :-D 


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Als sich die Lesung dem Ende zuneigte, richtete die Autorin noch ein paar Worte an uns und auch der Bürgermeister meldete sich noch einmal mit ein paar Worten des Dankes an die Autorin, sowie die Mitarbeiter der Bücherei. Auch ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken, für die tolle Veranstaltung und die Mühe, die sowohl die Autorin, als auch die Beteiligten der Veranstaltung auf sich genommen haben! 

Zum Schluss konnte ich noch ein paar Worte mit Gabriela Swoboda wechseln - eine unglaublich sympathische und authentische Persönlichkeit, die ich gerne wieder einmal treffen würde! Dabei signierte sie mir auch ihr Buch und wir konnten ein tolles Bild zusammen machen :) Auch ihr Buch, das ich vor der Lesung noch nicht gelesen habe, konnte mich bei der Lesung vollkomm
en in den Bann ziehen und ich freue mich schon unglaublich auf die Lektüre dessen! 


Ich, Gabriela Swoboda und meine Kollegin Jasmin







[Rezension] Carola Wolff - Ausgerechnet Muse

Inhalt
"Die 17-jährige Apollonia Parker will frei und ungebunden sein. Sie träumt davon, mit ihrem Motorrad Bonnie durch Schottland zu fahren. Allerdings verfügt sie über eine Gabe, die sie besonders hasst: Sie ist wie ihre Mutter eine Muse. Apollonia hat aber keine Lust, sich an einen Künstler zu binden, diesen zu inspirieren und zu hätscheln. Als der junge, äußerst begabte Singer-Songwriter Nick ihr einen Song widmet, verliebt sie sich Hals über Kopf in ihn. Nick ist von Apollonias Fähigkeiten ganz hingerissen. Doch der habgierige Konzernchef Viktor Tyrell ist gegen diese Verbindung. Er will Apollonias Gabe für seine Zwecke nutzen und setzt die schwarze Muse Velika auf Nick an. Gelingt es Apollonia am Ende, ihren Freund aus deren Fängen zu befreien?(Quelle: Amazon)
  
Infos zum Buch
Seitenzahl: 350 Seiten
Verlag: Fabulus Verlag
ISBN: 
978-3944788432 

Preis: 16,95 € (Gebundene Ausgabe) /  13,99 € (E-Book)

Infos zur Autorin

"Carola Wolff lebt in Berlin, zusammen mit Stapeln ungezogener Bücher, die überall herum lümmeln und einer extensiven Sammlung literarischer Teebecher.
Sie ist gelernte Buchhändlerin, hat einen BA in englischer Literatur und ein Faible für alles Britische.
Als Autorin, die sowohl bei Verlagen als auch als Selfpublisherin veröffentlicht, hat sie den zweiten Platz beim Autoren@LeipzigAward erreicht, war auf der Auswahlliste des Leserpreises von LovelyBooks vertreten und gewann einen Fanfiction-Preis. In ihren Romanen und Geschichten tummeln sich u.a. eine erfolglose Selbstmörderin (Mein erster Selbstmord), ein im Park ausgesetzter Mann (Ein Mann zum Mitnehmen), ein verliebter Teufel (Ladies Night) und sprechende Raben (Ausgerechnet Muse). Wenn Carola nicht gerade völlig selbstvergessen ihre Computertastatur bearbeitet, kann man sie in Buchläden beim verzückten Schnüffeln an frisch Gedrucktem erwischen oder in Papeterien auf der Jagd nach schönen Notizbüchern beobachten.
Ihr größter Wunsch: eine Handtasche, die innen drin so groß ist wie die Tardis (ja, sie ist ein großer Doctor Who Fan). Wer mehr über sprechende Raben und magische Musenküsse wissen möchte, der sei hiermit herzlich eingeladen, Carola auf Twitter, Facebook oder ihrer Homepage www.carolawolff.de beim Schreiben zu begleiten.." (Quelle: Amazon)

Erster Satz des Buches

"Apollonia Parker, so, wie Du aussiehst, kriegt Du nie einen Mann."

Fazit

Wieso wollte ich dieses Buch lesen? In der Blogger-Welt war dieses Buch in der letzten Zeit in aller Munde und irgendwie wurde ich neugierig. Auch wenn ich mir unsicher war, ob die Thematik so meins sein würde, beschloss ich, dem Roman eine Chance zu geben und so zogen Apollonia Parker, Lyngx und Nick Brenner in mein Regal ein...

Cover: Auch wenn ich das Cover auf den ersten Blick nicht als das bezeichnen würde, was man klassisch als "schönes" Cover bezeichnen würde, so ist es doch ein Blickfang. Das gezeichnete Mädchen in schwarzer Kleidung, mit schwarzen Haaren und einem Raben im Hintergrund wirkt düster, aber auch irgendwie fesselnd. Hat man das Buch gelesen, erkennt man allerdings erst, WIE passend dieses Cover für das Buch ist. Besonders gut gefällt mir auch der orangene Buchschnitt, der richtig knallig daherkommt und das düstere des Covers nochmal betont. 


Story+Charaktere: Ein Buch über Musen, Künstler, sprechende Tiere und einem Mädchen, das sich seinem Schicksal nicht hingeben, sondern es selbst in die Hand nehmen möchte-kann das gefallen? Ja, ja, ja! Definitiv, denn es ist einfach mal etwas komplett anderes, als das, was wir Vielleser sonst so in unserem Regal haben. Keine Vampire, Hexen, Dämonen oder ähnliches, sondern Musen, die etwas mehr können, als den Künstler zu inspirieren. Eine Geschichte voller mystischer Dinge, interessanter Charaktere, einer Rebellischen Protagonistin und der dunklen Seite der Inspiration - einer dunklen Muse. Schon direkt zu Beginn des Buches werden wir in Apollonia Parkers Leben hineingesogen, doch sie ist alles andere, als begeistert davon, dass sie eine Muse sein soll. Viel lieber würde sie auf ihrem Motorrad durch die Welt Touren, anstatt das lästige Anhängsel eines Künstlers zu sein, der sich sowieso nicht für sie interessiert. Viel zu häufig hat sie dies bei ihrer Mutter Miranda beobachtet und so will sie ganz und gar nicht werden. Also setzt die Rebellische Muse alles dran, um nicht mehr Muse sein zu müssen...


Apollonia, die uns im Buch hauptsächlich als "Parker" begegnet ist eine interessante Persönlichkeit, der man ihren Unmut über die Situation sehr deutlich anmerkt. Sie will keine Muse sein und damit basta! Doch so einfach ist das nicht und mit einer gehörigen Portion Hartnäckigkeit versucht Parker, ans Ziel zu kommen... auch wenn sie häufig missmutig und genervt wirkt, so fand ich sie von Anfang an sympathisch, denn ein wenig kann ich ihre Gedankengänge schon verstehen. Im Laufe des Buches lernen wir die Protagonistin immer besser kennen und schließen sie ins Herz. Genauso wie Lyngx, Parkers Mentor und ein Rabe. Auch wenn er so manches Mal ein wenig zuviel von seinen philosophischen Sprüchen äußert, so gehört er doch zur Geschichte dazu und ist definitiv einer der schöneren Charaktere! 

Auch der Charakter des Nick gefiel mir wahnsinnig gut, denn er ist nicht nur sympathisch, sondern auch wahnsinnig loyal. Die anderen Charaktere (wie Parkers Mutter Miranda, Tom und einige andere) lernen wir zwar nur oberflächlich kennen, dies tut der Geschichte jedoch keinen Abbruch. 

Schreibstil: Der Schreibstil ist fesselnd, angenehm und wird aus der Sicht eines  Erzählers geschildert. Dabei begleiten wir meistens Apollonia, ab und an jedoch auch Nick.


Gesamt: Insgesamt bin ich von "Ausgerechnet Muse" total begeistert und wirklich froh, dass ich dieses Buch trotz anfänglicher Zweifel gelesen habe. Carola Wolff überzeugt mit tollen Charakteren, einer fesselnden Story und einem Schreibstil, der Lust auf mehr macht. Jedem, der gerne auch mal über den Tellerrand hinausblickt, kann ich diesen Roman nur empfehlen!

Wertung: 5 von 5 Sterne!



Ein ganz herzliches Dankeschön an Literaturtest und den Fabulus-Verlag, für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

Mittwoch, 17. Mai 2017

[Rezension] Manfred Mai - Lena liest ums Leben

Inhalt
"Als ihr Papa plötzlich schwer erkrankt, ist Lena untröstlich. Doch sie lässt sich nicht unterkriegen und überlegt, womit sie ihm am besten helfen kann – obwohl die Ärzte ihn bereits aufgegeben haben. Schließlich stößt sie in der Stadtbücherei auf die richtige »Medizin«, die in keinem Lehrbuch zu finden ist. Alles nur Zufall? Lena ist sich sicher, dass die Geschichte um Franziska, Nasrin, Fabrizio und den Sonderling Martin Maier, die sie ihrem Papa bei jeder sich bietenden Gelegenheit vorliest, ihm wieder auf die Beine hilft. Um den Zauber einer unglaublichen Gesundung aber nicht zu brechen, darf sie darüber mit niemandem reden, nicht einmal mit ihrer Mama. Das Geheimnis zu wahren verwandelt Lena – es kostet Kraft, schärft ihren Sinn für das Wesentliche, lässt sie reifen.(Quelle: Amazon)
  
Infos zum Buch
Seitenzahl: 175  Seiten
Verlag: Fabulus Verlag
ISBN: 
978-3944788425

Preis:  14,95 € (Gebundenes Buch) / 12,99 € (E-Book)

Infos zur Autorin

"Manfred Mai, Jahrgang 1949, war acht Jahre lang Realschullehrer, bevor er sich ganz für das Schreiben entschied. Seit 1978 sind rund 150 Bücher von ihm erschienen, die zum Teil in 27 Sprachen übersetzt wurden. Manfred Mai gehört zu den meistgelesenen Kinder- und Jugendbuchautoren Deutschlands. Er ist verheiratet, hat zwei erwachsene Töchter und lebt mit seiner Frau in seinem Geburtsort Winterlingen. Besuchen Sie den Autor auf seiner Homepage: www.manfred-mai.de." (Quelle: Amazon)

Erster Satz des Buches

">Papa<, ruft Lena freudig und läuft ihm in die Arme."

Fazit

Wieso wollte ich dieses Buch lesen? Als ich den Klappentext gelesen hatte, war ich recht schnell begeistert von diesem Buch, denn die Thematik klingt nach genau der richtigen Lektüre für jemanden, der gerne etwas dramatische Bücher liest. 

Cover: Das Cover zeigt ein Mädchen, welches an einem Tisch sitzt. Vor ihr liegen Blätter, die vom Tisch geweht werden. Der Hintergrund zeigt einen Berg, und den Himmel, aber sehr dezent gehalten. Irgendwie passt dieses etwas melancholische Cover sehr gut zum Inhalt des Buches und gefiel mir daher sehr gut! 


Story + Charaktere: "Lena liest ums Leben" ist ein unglaublich tolles und tiefsinniges Buch, von dem ich nun nicht zwangsweise behaupten würde, dass es ein reines Kinderbuch ist, denn dazu ist es viel zu tiefsinnig. Zwar ist es so verfasst, dass man es auch mit Kindern lesen kann (bzw. dass Kinder es lesen können), aber auch Erwachsenen bietet es jede Menge Stoff zum nachdenken. 


Die 11-jährige Lena ist der Meinung, dass sie ihrem Papa (der erkrankt, aber nicht ganz klar ist, woran) das Leben retten kann, indem sie ihm vorliest. Dabei handelt es sich nicht um verschiedene Geschichten, sondern um eine Geschichte, die stetig fortgeführt wird und die auch für den Leser sehr interessant und lehrreich ist. Dabei geht es um einen Mann, der neu in ein Dorf einzieht und ganz und gar anders ist, als es sich die Nachbarschaft vorgestellt hat. Im Stil von Pippi Langstrumpf bemalt er sein Haus bunt, stellt Figuren aus aller Welt auf und stellt Tafeln mit schlauen Sprüchen in seinem Garten auf. Die Nachbarschaft findet ihn merkwürdig und das ganze Dorf lästert über den Mann, der nur ein wenig anders lebt, als jeder andere... aber das heißt doch noch lange nicht, dass er auch ein Spinner ist! Die Geschichte in der Geschichte gefiel mir als Leserin unglaublich gut, besonders, weil sie zwar eine Moral vermittelt und zum Nachdenken anregt, dies aber ohne den erhobenen Zeigefinger tut. Gut fand ich auch die Reaktionen von Lenas Vater auf die Geschichte, denn er redet im Anschluss immer mit seiner Tochter über die Geschichte aus dem Buch - so lernt nicht nur der Leser was, sondern auch die kleine Lena. 

"Lena liest ums Leben" vermittelt nicht nur unglaublich tolle Werte, es zeigt auch wieder einmal, dass Glauben Berge versetzen kann und weißt uns - wieder einmal - darauf hin, dass man sich nicht immer auf das Gerede anderer Leute verlassen kann. Kommt einmal ein Stein ins Rollen, wird daraus schnell eine Lawine und genauso ist es mit den Gerüchten in einem kleinen Dörfchen: sie verbreiten sich wahnsinnig schnell, doch ob etwas wahres dran ist, erfährt man erst, wenn man sich die Mühe macht, es herauszufinden. Auch geht es auf die Gedankengänge und das Verhalten von Kindern ein, deren Eltern erkranken und beschreibt Lenas Lebenssituation bestens. Durch das Vorlesen verbringt sie viel Zeit mit ihrem Vater und da sie der festen Überzeugung ist, dass nur DAS sein Leben retten kann, verbringt sie natürlich jede freie Minute mit ihm. Dabei vernachlässigt sie natürlich auch die Schule und ihre Freundin Sophie, muss sich jede Menge Hohn und Spott der Mitschüler anhören und leidet insgesamt ziemlich unter der ganzen Situation.

Schreibstil: Der Schreibstil ist angenehm und auch für Kinder geeignet. Erzählt wird aus der Sicht der 11-jährigen Lena. 


Gesamt: Insgesamt halten wir mit diesem Roman ein Buch in den Händen, welches ich nun nicht unbedingt als reines Kinderbuch, aber auch nicht als Buch für Erwachsene bezeichnen würde. Der Schreibstil ist eher einfach gehalten, sodass auch Kinder dieses Buch verstehen, allerdings würde ich einem Kind in der Situation nun solch ein Buch nicht zwangsweise empfehlen. An sich ist es aber dennoch für Kinder dieser Altersgruppe geeignet, da es sich durchaus auch ein Stück weit mit Leben, Krankheit und Sterben beschäftigt, aber auch mit Vorurteilen und damit, dass man diese ganz einfach aus der Welt räumen kann. Ich persönlich mochte dieses Buch sehr gerne und vergebe daher die volle Punktzahl. 


Wertung: 5 von 5 Sterne!


Ein ganz herzliches Dankeschön an Literaturtest und den Fabulus Verlag, für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!