Sonntag, 21. Mai 2017

[Lesung] Autoren-Lesung mit Gabriela Swoboda

Am gestrigen Abend war ich mit einer lieben Kollegin auf der Lesung von Gabriela Swoboda (bei der sie aus ihrem Erstlingswerk "Novus Ordo Seclorum" vorlas) von der ich vor einigen Wochen durch Zufall erfahren habe. Diese fand im Katholischen Pfarramt in Hettenleidelheim statt, gar nicht weit von mir, das konnte ich mir doch nicht entgehen lassen! :)

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Gestern Abend war es dann endlich soweit und wir begaben uns dorthin, gespannt darauf, was uns erwarten würde... dort angekommen, erwartete uns ein tolles Ambiente, kleine Häppchen und geballte Spannung auf den Beginn der Veranstaltung.
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Als es dann endlich losging, konnte uns Gabriela Swoboda direkt fesseln, nicht nur mit ihrer sympathischen Art, sondern auch mit ihrer Art, uns vorzulesen. Mit verschiedenen Tonlagen, Gestiken und Mimiken zeigte sie uns eine komplette Palette an schauspielerischem Talent und begeisterte so die ganz unterschiedlichen Besucher. Die Spannung war groß und klein anzusehen und die Autorin meisterte es, an diesen Passagen die Spannung noch weiter anzuheizen, sodass der ganze Raum den Atem anhielt.

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Nach einer Pause, in der wir großzügig mit Häppchen und Getränken versorgt wurden, ging es direkt spannend weiter. Gabriela Swoboda versorgte und zwischendrin auch mit echten Wiener Süßigkeiten: Mozartkugeln und Marzipan. :-D Außerdem feierten wir den Geburtstag der Bloggerin "Arya Green Vermont" (Anna), mit einem Ständchen, die zur Feier des Tages auch ein paar Geschenke zum Verlosen mitbrachte. Gabriela Swoboda stellte Fragen zum Inhalt der Lesung und wer am schnellsten antwortete, konnte ein kleines Paket sein eigen nennen. Vielen herzlichen Dank nochmal Anna, an dieser Stelle, ich hab nämlich auch eins gewonnen :-D 


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Als sich die Lesung dem Ende zuneigte, richtete die Autorin noch ein paar Worte an uns und auch der Bürgermeister meldete sich noch einmal mit ein paar Worten des Dankes an die Autorin, sowie die Mitarbeiter der Bücherei. Auch ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken, für die tolle Veranstaltung und die Mühe, die sowohl die Autorin, als auch die Beteiligten der Veranstaltung auf sich genommen haben! 

Zum Schluss konnte ich noch ein paar Worte mit Gabriela Swoboda wechseln - eine unglaublich sympathische und authentische Persönlichkeit, die ich gerne wieder einmal treffen würde! Dabei signierte sie mir auch ihr Buch und wir konnten ein tolles Bild zusammen machen :) Auch ihr Buch, das ich vor der Lesung noch nicht gelesen habe, konnte mich bei der Lesung vollkomm
en in den Bann ziehen und ich freue mich schon unglaublich auf die Lektüre dessen! 


Ich, Gabriela Swoboda und meine Kollegin Jasmin







[Rezension] Carola Wolff - Ausgerechnet Muse

Inhalt
"Die 17-jährige Apollonia Parker will frei und ungebunden sein. Sie träumt davon, mit ihrem Motorrad Bonnie durch Schottland zu fahren. Allerdings verfügt sie über eine Gabe, die sie besonders hasst: Sie ist wie ihre Mutter eine Muse. Apollonia hat aber keine Lust, sich an einen Künstler zu binden, diesen zu inspirieren und zu hätscheln. Als der junge, äußerst begabte Singer-Songwriter Nick ihr einen Song widmet, verliebt sie sich Hals über Kopf in ihn. Nick ist von Apollonias Fähigkeiten ganz hingerissen. Doch der habgierige Konzernchef Viktor Tyrell ist gegen diese Verbindung. Er will Apollonias Gabe für seine Zwecke nutzen und setzt die schwarze Muse Velika auf Nick an. Gelingt es Apollonia am Ende, ihren Freund aus deren Fängen zu befreien?(Quelle: Amazon)
  
Infos zum Buch
Seitenzahl: 350 Seiten
Verlag: Fabulus Verlag
ISBN: 
978-3944788432 

Preis: 16,95 € (Gebundene Ausgabe) /  13,99 € (E-Book)

Infos zur Autorin

"Carola Wolff lebt in Berlin, zusammen mit Stapeln ungezogener Bücher, die überall herum lümmeln und einer extensiven Sammlung literarischer Teebecher.
Sie ist gelernte Buchhändlerin, hat einen BA in englischer Literatur und ein Faible für alles Britische.
Als Autorin, die sowohl bei Verlagen als auch als Selfpublisherin veröffentlicht, hat sie den zweiten Platz beim Autoren@LeipzigAward erreicht, war auf der Auswahlliste des Leserpreises von LovelyBooks vertreten und gewann einen Fanfiction-Preis. In ihren Romanen und Geschichten tummeln sich u.a. eine erfolglose Selbstmörderin (Mein erster Selbstmord), ein im Park ausgesetzter Mann (Ein Mann zum Mitnehmen), ein verliebter Teufel (Ladies Night) und sprechende Raben (Ausgerechnet Muse). Wenn Carola nicht gerade völlig selbstvergessen ihre Computertastatur bearbeitet, kann man sie in Buchläden beim verzückten Schnüffeln an frisch Gedrucktem erwischen oder in Papeterien auf der Jagd nach schönen Notizbüchern beobachten.
Ihr größter Wunsch: eine Handtasche, die innen drin so groß ist wie die Tardis (ja, sie ist ein großer Doctor Who Fan). Wer mehr über sprechende Raben und magische Musenküsse wissen möchte, der sei hiermit herzlich eingeladen, Carola auf Twitter, Facebook oder ihrer Homepage www.carolawolff.de beim Schreiben zu begleiten.." (Quelle: Amazon)

Erster Satz des Buches

"Apollonia Parker, so, wie Du aussiehst, kriegt Du nie einen Mann."

Fazit

Wieso wollte ich dieses Buch lesen? In der Blogger-Welt war dieses Buch in der letzten Zeit in aller Munde und irgendwie wurde ich neugierig. Auch wenn ich mir unsicher war, ob die Thematik so meins sein würde, beschloss ich, dem Roman eine Chance zu geben und so zogen Apollonia Parker, Lyngx und Nick Brenner in mein Regal ein...

Cover: Auch wenn ich das Cover auf den ersten Blick nicht als das bezeichnen würde, was man klassisch als "schönes" Cover bezeichnen würde, so ist es doch ein Blickfang. Das gezeichnete Mädchen in schwarzer Kleidung, mit schwarzen Haaren und einem Raben im Hintergrund wirkt düster, aber auch irgendwie fesselnd. Hat man das Buch gelesen, erkennt man allerdings erst, WIE passend dieses Cover für das Buch ist. Besonders gut gefällt mir auch der orangene Buchschnitt, der richtig knallig daherkommt und das düstere des Covers nochmal betont. 


Story+Charaktere: Ein Buch über Musen, Künstler, sprechende Tiere und einem Mädchen, das sich seinem Schicksal nicht hingeben, sondern es selbst in die Hand nehmen möchte-kann das gefallen? Ja, ja, ja! Definitiv, denn es ist einfach mal etwas komplett anderes, als das, was wir Vielleser sonst so in unserem Regal haben. Keine Vampire, Hexen, Dämonen oder ähnliches, sondern Musen, die etwas mehr können, als den Künstler zu inspirieren. Eine Geschichte voller mystischer Dinge, interessanter Charaktere, einer Rebellischen Protagonistin und der dunklen Seite der Inspiration - einer dunklen Muse. Schon direkt zu Beginn des Buches werden wir in Apollonia Parkers Leben hineingesogen, doch sie ist alles andere, als begeistert davon, dass sie eine Muse sein soll. Viel lieber würde sie auf ihrem Motorrad durch die Welt Touren, anstatt das lästige Anhängsel eines Künstlers zu sein, der sich sowieso nicht für sie interessiert. Viel zu häufig hat sie dies bei ihrer Mutter Miranda beobachtet und so will sie ganz und gar nicht werden. Also setzt die Rebellische Muse alles dran, um nicht mehr Muse sein zu müssen...


Apollonia, die uns im Buch hauptsächlich als "Parker" begegnet ist eine interessante Persönlichkeit, der man ihren Unmut über die Situation sehr deutlich anmerkt. Sie will keine Muse sein und damit basta! Doch so einfach ist das nicht und mit einer gehörigen Portion Hartnäckigkeit versucht Parker, ans Ziel zu kommen... auch wenn sie häufig missmutig und genervt wirkt, so fand ich sie von Anfang an sympathisch, denn ein wenig kann ich ihre Gedankengänge schon verstehen. Im Laufe des Buches lernen wir die Protagonistin immer besser kennen und schließen sie ins Herz. Genauso wie Lyngx, Parkers Mentor und ein Rabe. Auch wenn er so manches Mal ein wenig zuviel von seinen philosophischen Sprüchen äußert, so gehört er doch zur Geschichte dazu und ist definitiv einer der schöneren Charaktere! 

Auch der Charakter des Nick gefiel mir wahnsinnig gut, denn er ist nicht nur sympathisch, sondern auch wahnsinnig loyal. Die anderen Charaktere (wie Parkers Mutter Miranda, Tom und einige andere) lernen wir zwar nur oberflächlich kennen, dies tut der Geschichte jedoch keinen Abbruch. 

Schreibstil: Der Schreibstil ist fesselnd, angenehm und wird aus der Sicht eines  Erzählers geschildert. Dabei begleiten wir meistens Apollonia, ab und an jedoch auch Nick.


Gesamt: Insgesamt bin ich von "Ausgerechnet Muse" total begeistert und wirklich froh, dass ich dieses Buch trotz anfänglicher Zweifel gelesen habe. Carola Wolff überzeugt mit tollen Charakteren, einer fesselnden Story und einem Schreibstil, der Lust auf mehr macht. Jedem, der gerne auch mal über den Tellerrand hinausblickt, kann ich diesen Roman nur empfehlen!

Wertung: 5 von 5 Sterne!



Ein ganz herzliches Dankeschön an Literaturtest und den Fabulus-Verlag, für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

Mittwoch, 17. Mai 2017

[Rezension] Manfred Mai - Lena liest ums Leben

Inhalt
"Als ihr Papa plötzlich schwer erkrankt, ist Lena untröstlich. Doch sie lässt sich nicht unterkriegen und überlegt, womit sie ihm am besten helfen kann – obwohl die Ärzte ihn bereits aufgegeben haben. Schließlich stößt sie in der Stadtbücherei auf die richtige »Medizin«, die in keinem Lehrbuch zu finden ist. Alles nur Zufall? Lena ist sich sicher, dass die Geschichte um Franziska, Nasrin, Fabrizio und den Sonderling Martin Maier, die sie ihrem Papa bei jeder sich bietenden Gelegenheit vorliest, ihm wieder auf die Beine hilft. Um den Zauber einer unglaublichen Gesundung aber nicht zu brechen, darf sie darüber mit niemandem reden, nicht einmal mit ihrer Mama. Das Geheimnis zu wahren verwandelt Lena – es kostet Kraft, schärft ihren Sinn für das Wesentliche, lässt sie reifen.(Quelle: Amazon)
  
Infos zum Buch
Seitenzahl: 175  Seiten
Verlag: Fabulus Verlag
ISBN: 
978-3944788425

Preis:  14,95 € (Gebundenes Buch) / 12,99 € (E-Book)

Infos zur Autorin

"Manfred Mai, Jahrgang 1949, war acht Jahre lang Realschullehrer, bevor er sich ganz für das Schreiben entschied. Seit 1978 sind rund 150 Bücher von ihm erschienen, die zum Teil in 27 Sprachen übersetzt wurden. Manfred Mai gehört zu den meistgelesenen Kinder- und Jugendbuchautoren Deutschlands. Er ist verheiratet, hat zwei erwachsene Töchter und lebt mit seiner Frau in seinem Geburtsort Winterlingen. Besuchen Sie den Autor auf seiner Homepage: www.manfred-mai.de." (Quelle: Amazon)

Erster Satz des Buches

">Papa<, ruft Lena freudig und läuft ihm in die Arme."

Fazit

Wieso wollte ich dieses Buch lesen? Als ich den Klappentext gelesen hatte, war ich recht schnell begeistert von diesem Buch, denn die Thematik klingt nach genau der richtigen Lektüre für jemanden, der gerne etwas dramatische Bücher liest. 

Cover: Das Cover zeigt ein Mädchen, welches an einem Tisch sitzt. Vor ihr liegen Blätter, die vom Tisch geweht werden. Der Hintergrund zeigt einen Berg, und den Himmel, aber sehr dezent gehalten. Irgendwie passt dieses etwas melancholische Cover sehr gut zum Inhalt des Buches und gefiel mir daher sehr gut! 


Story + Charaktere: "Lena liest ums Leben" ist ein unglaublich tolles und tiefsinniges Buch, von dem ich nun nicht zwangsweise behaupten würde, dass es ein reines Kinderbuch ist, denn dazu ist es viel zu tiefsinnig. Zwar ist es so verfasst, dass man es auch mit Kindern lesen kann (bzw. dass Kinder es lesen können), aber auch Erwachsenen bietet es jede Menge Stoff zum nachdenken. 


Die 11-jährige Lena ist der Meinung, dass sie ihrem Papa (der erkrankt, aber nicht ganz klar ist, woran) das Leben retten kann, indem sie ihm vorliest. Dabei handelt es sich nicht um verschiedene Geschichten, sondern um eine Geschichte, die stetig fortgeführt wird und die auch für den Leser sehr interessant und lehrreich ist. Dabei geht es um einen Mann, der neu in ein Dorf einzieht und ganz und gar anders ist, als es sich die Nachbarschaft vorgestellt hat. Im Stil von Pippi Langstrumpf bemalt er sein Haus bunt, stellt Figuren aus aller Welt auf und stellt Tafeln mit schlauen Sprüchen in seinem Garten auf. Die Nachbarschaft findet ihn merkwürdig und das ganze Dorf lästert über den Mann, der nur ein wenig anders lebt, als jeder andere... aber das heißt doch noch lange nicht, dass er auch ein Spinner ist! Die Geschichte in der Geschichte gefiel mir als Leserin unglaublich gut, besonders, weil sie zwar eine Moral vermittelt und zum Nachdenken anregt, dies aber ohne den erhobenen Zeigefinger tut. Gut fand ich auch die Reaktionen von Lenas Vater auf die Geschichte, denn er redet im Anschluss immer mit seiner Tochter über die Geschichte aus dem Buch - so lernt nicht nur der Leser was, sondern auch die kleine Lena. 

"Lena liest ums Leben" vermittelt nicht nur unglaublich tolle Werte, es zeigt auch wieder einmal, dass Glauben Berge versetzen kann und weißt uns - wieder einmal - darauf hin, dass man sich nicht immer auf das Gerede anderer Leute verlassen kann. Kommt einmal ein Stein ins Rollen, wird daraus schnell eine Lawine und genauso ist es mit den Gerüchten in einem kleinen Dörfchen: sie verbreiten sich wahnsinnig schnell, doch ob etwas wahres dran ist, erfährt man erst, wenn man sich die Mühe macht, es herauszufinden. Auch geht es auf die Gedankengänge und das Verhalten von Kindern ein, deren Eltern erkranken und beschreibt Lenas Lebenssituation bestens. Durch das Vorlesen verbringt sie viel Zeit mit ihrem Vater und da sie der festen Überzeugung ist, dass nur DAS sein Leben retten kann, verbringt sie natürlich jede freie Minute mit ihm. Dabei vernachlässigt sie natürlich auch die Schule und ihre Freundin Sophie, muss sich jede Menge Hohn und Spott der Mitschüler anhören und leidet insgesamt ziemlich unter der ganzen Situation.

Schreibstil: Der Schreibstil ist angenehm und auch für Kinder geeignet. Erzählt wird aus der Sicht der 11-jährigen Lena. 


Gesamt: Insgesamt halten wir mit diesem Roman ein Buch in den Händen, welches ich nun nicht unbedingt als reines Kinderbuch, aber auch nicht als Buch für Erwachsene bezeichnen würde. Der Schreibstil ist eher einfach gehalten, sodass auch Kinder dieses Buch verstehen, allerdings würde ich einem Kind in der Situation nun solch ein Buch nicht zwangsweise empfehlen. An sich ist es aber dennoch für Kinder dieser Altersgruppe geeignet, da es sich durchaus auch ein Stück weit mit Leben, Krankheit und Sterben beschäftigt, aber auch mit Vorurteilen und damit, dass man diese ganz einfach aus der Welt räumen kann. Ich persönlich mochte dieses Buch sehr gerne und vergebe daher die volle Punktzahl. 


Wertung: 5 von 5 Sterne!


Ein ganz herzliches Dankeschön an Literaturtest und den Fabulus Verlag, für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

Montag, 15. Mai 2017

[Rezension] Kai Meyer - Brüder Grimm 02 - Die Winterprinzessin

Inhalt
"Dezember 1812. Wie ein Flüchtiger reist der vor Moskau geschlagene Napoleon durch Europa. In tiefer Nacht macht er in Weimar Station und sucht Goethe mit einem dringenden Anliegen auf … Wenige Tage später reisen die Brüder Grimm an den Hof zu Karlsruhe – mit einer Empfehlung Goethes. Der Herzog sucht einen Lehrer für sein neugeborenes Kind. Doch in Karlsruhe stoßen sie bald auf schaurige Warnungen. Wer drängt sie, von ihrem Auftrag abzulassen? Was hat es mit dem herzoglichen Sohn auf sich? Als die Brüder der Wahrheit auf den Grund gehen wollen, geraten sie selbst in tödliche Gefahr.(Quelle: Amazon)
  
Infos zum Buch
Seitenzahl: 341 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch Verlag
ISBN: 
978-3746633190

Preis: 12,99 € (Taschenbuch) / 6,99 € (E-Book)
Reihe: Die Geisterseher
          Die Winterprinzessin

Infos zur Autorin

"Kai Meyer geboren 1969, studierte Film- und Theaterwissenschaften und arbeitete als Journalist, bevor er sich ganz auf das Schreiben von Büchern verlegte. Er hat inzwischen über fünfzig Titel veröffentlicht, darunter zahlreiche Bestseller, und gilt als einer der wichtigsten Phantastik-Autoren Deutschlands. Seine Werke erscheinen auch als Film-, Comic- und Hörspieladaptionen und wurden in dreißig Sprachen übersetzt.." (Quelle: Amazon)

Erster Satz des Buches

">Warum?<, fragte die Dienstmagd Dorothea, als der Kaiser auf ihre Schwelle trat, denn sie wusste nicht, dass er der Kaiser war."

Fazit

Wieso wollte ich dieses Buch lesen? Kai Meyer ist einer meiner liebsten Autoren und da ich mich an einige seiner Bücher nicht mehr erinnern kann (da das letzte lesen schon viel zu lange her ist), habe ich beschlossen, mal wieder ein paar seiner älteren Schätzchen auszugraben. 

Cover: Das Cover finde ich wunderschön, auch wenn ich das Symbol auf der Vorderseite auch nach dem lesen nicht wirklich zuordnen kann. Es wurde farblich und optisch passend an "Die Geisterseher" angelehnt, den Roman, der ebenfalls von den Brüdern Grimm handelt. 


Story + Charaktere: Wie schon im Vorgänger "Die Geisterseher" dreht sich die Geschichte hier um die Brüder Grimm, es ist jedoch nicht zwangsweise das Vorwissen daraus vonnöten, um das Buch zu verstehen. Dennoch sollte man "Die Geisterseher" vorher lesen, wenn man es denn lesen möchte, da man ansonsten zu sehr gespoilert wird. 


Dieses Mal befinden sich die Brüder Grimm in Karlsruhe, da Wilhelm Grimm ein Angebot erhielt, welches er nicht ausschlagen konnte: er soll den Sohn Napoleons unterrichten! Doch irgendwie scheint das Angebot nicht ganz koscher, warum ist den beiden jedoch noch nicht so ganz klar... 


Die Geschichten um die Brüder Grimm sind ein Stück Geschichte, gepaart mit jeder Menge Fantasie. Wer keinen Wert auf 100% korrekte, historische Ausführungen legt, der könnte mit diesem Buch durchaus eine spannende Lektüre gefunden haben, denn wenn "Die Winterprinzessin" eines bietet, dann ist es eine spannende Story. Altbekannte Charaktere aus den Vorgängerbänden sind ebenfalls anzutreffen, worüber ich mich ehrlich gesagt sehr gefreut habe. Auch wenn Goethe stets ein wenig merkwürdig anmutet, so ist er doch ein interessanter Zeitgenosse, den vermutlich viele von uns gerne kennengelernt hätten. Auch Jade, die Prinzessin, der die beiden Brüder begegnen, ist eine faszinierende, wenn auch etwas merkwürdige Persönlichkeit, die man gerade zu Beginn nicht recht einzuschätzen weiß. Jacob und Wilhelm Grimm zeigen sich in gewohnt Brüderlichem Zwist mit spielerischen Neckereien - und sind damit absolut sympathische Zeitgenossen, auch, wenn einem Wilhelm Grimm stets etwas näher ist.


Was die Story angeht, so erhalten wir nicht nur die oben erwähnte Spannung, sondern auch historische Einflüsse, die durchaus auf wahren Tatsachen beruhen - dies ist im Nachwort nachzulesen, was ich persönlich immer ganz gerne tue, denn man erhält eine Menge Fakten zum Roman. 


Schreibstil: Geschrieben und erzählt aus der Sicht des Wilhelm Grimm, ein Grund, weswegen einem als Leser dieser Bruder wohl derjenige ist, der einem näher ist. Ein bildhafter und fesselnder Schreibstil macht die Lektüre zu einem Buch, welches man kaum noch aus der Hand legen mag. Gefällt!


Gesamt: Insgesamt war ich von "Die Winterprinzessin" sehr angetan, sie gefiel mir fast sogar ein klein wenig besser, als der Geisterseher, auch, wenn ich nicht recht sagen kann, woran das liegt. Spannende Story, bildhafte Beschreibungen, interessante Charaktere und historische Elemente machen "Die Winterprinzessin" zu einem lesenswerten Roman, den man gerne noch ein zweites Mal in die Hand nimmt. 


Wertung: 5 von 5 Sterne!



Ein ganz herzliches Dankeschön an den Aufbau-Verlag, für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

Donnerstag, 11. Mai 2017

[Rezension] Rose Snow - Die Bücher der Erinnerung - 17 - Das vierte Buch der Erinnerung: Deine Zukunft ist ungewiss

Inhalt
"Was würdest du tun, wenn du plötzlich in fremde Erinnerungen sehen könntest? Die zauberhafte Geschichte von Adrian & Jo geht weiter! Die Jägerschaft wurde besiegt. Jo kann endlich aufatmen und sich auf ihr Abitur vorbereiten. Als dann jedoch eine kryptische Weissagung auftaucht und eigenartige Dinge in ihrem Umfeld passieren, können Adrian und Jo sich nicht sicher sein, ob die Gefahr wirklich gebannt ist. Selbst Conny und Finn scheinen in die seltsamen Vorkommnisse verstrickt zu sein und es stellt sich die Frage: Wer ist Freund und wer ist Feind?" (Quelle: Amazon)
  
Infos zum Buch
Seitenzahl: 348 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
ISBN: 
978-1545359440

Preis: 9,90 € (Taschenbuch) / 3,99 € (E-Book)
ReiheSnow, Rose - Die Bücher der Erinnerung - 17 - Das erste Buch der Erinnerung 
           Snow, Rose - Die Bücher der Erinnerung - 17 - Das zweite Buch der Erinnerung
           Snow, Rose - Die Bücher der Erinnerung - 17 - Das dritte Buch der Erinnerung



Infos zur Autorin
"Hinter den Pseudonymen Rose Snow und Anna Pfeffer stecken wir, Carmen und Ulli. Zusammen sind wir 71 Jahre alt, haben 2 Männer, 6 Kinder und einen Hund. Wir können ewig reden, lieben Pizza und Schokolade und lachen unheimlich gerne, vor allem über uns selbst.

Seit dem Sommer 2014 schreiben wir als Rose Snow lustig-schräge Liebesromane und gefühlvolle Fantasy. Und im Herbst 2016 ist unter Anna Pfeffer unser erster Jugendroman bei cbj erschienen. Das Buch heißt „Für dich soll’s tausend Tode regnen“ und ist eine Teenie-Liebesgeschichte mit einer erfrischend negativen Heldin, die uns besonders ans Herz gewachsen ist. Im März 2017 folgte "Flo oder der Tag an dem die Maus verrutschte", ein witziges Buch zum Thema Cybermobbing, das auch schon ab 11 Jahren gelesen werden kann." (Quelle: Amazon)

Erster Satz des Buches

">Schatz, kannst Du mir mal bitte den Grillkäse rausbringen?<, rief mein Vater aus dem Garten."

Fazit

Wieso wollte ich dieses Buch lesen? Die Bücher der Erinnerung haben mich von Anfang an fasziniert, weswegen ich natürlich auch Band 4 lesen wollte :)

Cover: Das Cover passt, wie die anderen auch, einfach wunderbar zum Inhalt, denn die Erinnerungshalme sind darauf abgebildet. Die Farbe des Covers spiegelt vermutlich den Gemütszustand des "Himmels" dar :)


Story + Charaktere: Was habe ich mich gefreut, als ich erfahren habe, dass die "Bücher der Erinnerung" - Trilogie doch noch eine Fortsetzung bekommt und zur Tetralogie umfunktioniert wird! Der vierte und vermutlich nun letzte Roman um Jo, Adrian, Finn, Conny und einigen anderen fesselt den Leser noch einmal komplett und nicht nur das - er bringt uns alle gehörig durcheinander und lässt uns darüber nachdenken, an welchem Punkt wir eigentlich mit der Unsicherheit angefangen haben... doch fangen wir ganz am Anfang an :) 


Die Jägerschaft ist zerschlagen, die Seherinnen haben sich gefunden und versuchen nun, eine Gemeinschaft aufzubauen. Doch wie es meistens ist, wenn sich Einzelgänger zu gruppieren versuchen, gestaltet sich das Ganze natürlich nicht ganz einfach. Jo, Conny und Finn sind inzwischen vollends mit ihren Abi-Klausuren beschäftigt, gönnen sich aber nach den schriftlichen Prüfungen erst einmal eine Auszeit... doch seltsame Ereignisse überschatten die freie Zeit und schon bald wissen die Freunde, dank einer neuen Prophezeiung, nicht mehr, ob die Gefahr wirklich gebannt ist - oder sie da noch etwas ganz großes erwartet.


Rose Snow schaffen es immer wieder, mich mit ihren Romanen zu überwältigen. Nachdem ich von dieser Reihe sowieso schon absolut begeistert war - und sehr wehmütig, als der dritte Band beendet war - fraß ich den vierten förmlich auf und laß in jeder freien Minute. Manch einer mag vielleicht vermuten, dass dieser Band den anderen in etwas nachsteht, denn die Geschichte scheint erzählt, die Trilogie beendet... was gibt es da noch groß zu sagen? Die Ideen, die die beiden Autorinnen in diesem vierten Band verarbeitet haben, sind schlüssig, machen Spaß und sind unvorhersehbar - was will man eigentlich mehr, von einem Buch? Auch die Protagonisten sind, wie gewohnt, liebevoll ausgearbeitet, haben jede Menge Charakter und ihr Schicksal liegt dem Leser wahrlich am Herzen. Man fiebert mit, weint, lacht, bangt und hofft... bis zum Ende, das man so nicht erwartet hätte, das aber trotzdem passt. Das Buch beendete ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge, denn ich schätze, nun ist die Geschichte um Jo, Adrian, Conny, Finn und viele weitere, tolle Charaktere vermutlich endgültig um. Übrigens: Die Figur der Pippa mochte ich absolut nicht... das kam bei Rose Snow bisher auch nicht vor. :-D 


Schreibstil: Der Schreibstil ist wie gewohnt angenehm und der Roman aus der Sicht der Protagonistin Jo verfasst. Die Kapitel sind sehr lang, aber an den passenden Stellen gesetzt. 


Gesamt: Insgesamt konnte mich Band 4 mindestens genauso sehr fesseln, wie bereits die Vorgängerbände. "Das vierte Buch der Erinnerung" besticht durch eine spannende Story, faszinierende Charaktere und jeder Menge Herzblut. Unbedingt lesen <3 


Wertung: 5 von 5 Sterne!

Mittwoch, 10. Mai 2017

[Rezension] Kendare Blake - Der schwarze Thron 01 - Die Schwestern

Inhalt
"Sie sind Schwestern. Sie sind Drillinge, die Töchter der Königin. Jede von ihnen hat das Recht auf den Thron des Inselreichs Fennbirn, aber nur eine wird ihn besteigen können. Mirabella, Katharine und Arsinoe wurden mit verschiedenen magischen Talenten geboren doch nur, wer diese auch beherrscht, kann die anderen Schwestern besiegen und die Herrschaft antreten. Vorher aber müssen sie ein grausames Ritual bestehen. Es ist ein Kampf um Leben und Tod er beginnt in der Nacht ihres sechzehnten Geburtstages …" (Quelle: Amazon)

Infos zum Buch
Seitenzahl: 448 Seiten
Verlag: Penhaligon Verlag
ISBN: 
978-3764531447

Preis:  14,99€ (Taschenbuch) / 9,99€ (E-Book)
Reihe: Die Schwestern 
          Die Königin

Infos zur Autorin

"Kendare Blake studierte in London Creative Writing, ehe sie ihre Leidenschaft zum Beruf machte. Die New York Times-Bestsellerautorin hat bereits mehrere Romane und Kurzgeschichten veröffentlicht, darunter die düstere Fantasy-Saga »Der Schwarze Thron«. Kendare Blake wurde in Südkorea geboren und lebt heute in Kent, Washington. Die Tierliebhaberin liebt es zu reisen, Schokolade zu essen und bei »Final Fantasy« zu cheaten." (Quelle: Amazon)

Erster Satz des Buches
"Eine junge Königin steht barfuß auf einem Holzblock, ihre Arme sind weit auseinandergestreckt."

Fazit

Wieso wollte ich dieses Buch lesen? Nachdem ich vom Verlag zur einer Blogger-Aktion eingeladen wurde, wurde ich neugierig, denn das Buch sagte mir spontan schon sehr zu. Der Klappentext ist einladen und verspricht eine Menge Spannung! 

Cover: Mir persönlich gefällt das Cover sehr gut, denn auch wenn es schlicht gehalten ist, wirkt es fesselnd und es gibt einiges darauf zu entdecken. Zur Geschichte passt es wirklich gut und macht Lust auf mehr.


Story: Die Story ist schnell erzählt: drei Schwestern, die zwar eine kurze Zeit lang zusammen aufgewachsen sind, dann aber getrennt und einer speziellen Familie zugeordnet wurden, wollen alle auf den Thron - doch so einfach ist das nicht. Jede der drei hat eine spezielle Fähigkeit... Katherine ist eine Giftmischerin, Arsinoe eine Naturbegabte und Mirabella eine Elementwandlerin. Nun ist es jedoch so, dass nur eine auf den Thron kommen kann und auch nur dann, wenn sie ihre Schwestern ermordet... eine spannende Schlacht beginnt..


Auch wenn ich die Story von Anfang an faszinierend fand, so muss ich sagen, dass sie stellenweise doch Längen aufwies und ich mir manchmal ein vermehrtes Vorankommen gewünscht hätte, da ich mehr als einmal versucht war, das Buch einfach in die Ecke zu werfen. Irgendwann ging es jedoch dann etwas mehr zur Sache und so langsam begann mir das Buch dann doch zu Gefallen. Bis es jedoch an Fahrt aufgenommen hat, dauert es noch eine Weile und bis dahin wird unsere Geduld auf eine harte Probe gestellt... Der Schluss hingegen ist nicht nur völlig unerwartet, sondern zwingt einen ja schon fast, den Folgeband unbedingt zu lesen, denn damit hat man als Leser überhaupt nicht gerechnet! 


Ich für meinen Teil finde, dass die Story an sich zwar eine gute Idee ist, das Ganze jedoch deutlich mehr Potenzial hat... Die Autorin gibt sich Mühe, aber ein anderer Autor hätte aus dieser Geschichte sicherlich eine wahnsinnig spannende Sache gemacht, zu deren weiterlesen ich mich nicht hätte zwingen müssen... dennoch interessiert mich nach diesem Ende, wie es weitergeht und ich bin wirklich am überlegen, ob ich den Folgeband im September doch lesen werde. 


Schreibstil: Das die Geschichte in der Gegenwartsform geschrieben wurde, erleichterte mir das Lesen nicht gerade und jedes Mal, wenn ich das Buch beiseite gelegt hatte, hatte ich das nächste Mal so meine Schwierigkeiten, wieder hineinzukommen. 


Charaktere: Die drei Schwestern sind Interessante Charaktere, dennoch hätte ich mir eine etwas detailliertere Ausarbeitung gewünscht, denn obwohl wir viel über die einzelnen Figuren erfahren, fand ich sie dennoch etwas farblos. 


Gesamt: Insgesamt konnte ich nach einigen Längen doch ganz gut ins Buch finden und besonders das Ende überraschte - und faszinierte mich dann doch mehr, als ich es erwartet hätte. Ich bin sehr gespannt darauf, ob mir der nächste Band, der im September erscheint, mehr zusagen wird und vor allem, wie sich die Geschichte nun weiterhin entwickeln wird. 


Wertung: 3 von 5 Sterne!



Ein ganz herzliches Dankeschön an den Verlag, für das Rezensionsexemplar, sowie die Organisation der Blogger-Aktion!

Sonntag, 7. Mai 2017

[Rezension] Kai Meyer - Brüder Grimm 01 - Die Geisterseher

Inhalt
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"Unheimlich phantastisch Die Brüder Grimm auf der Jagd nach einem rätselhaften Manuskript. Durch Adelspaläste, finstere Spelunken und unterirdische Tempel führt die rasante Suche nach Schillers geheimnisvollstem Werk. Auf ihrer Spur: skrupellose Geheimbünde, ein wahnsinniger Mörder - und Goethe, der undurchsichtige Dichterfürst. Ein phantastischer Abenteuerroman vom preisgekrönten Bestsellerautor Kai Meyer. "Meyers Stärke sind atmosphärisch dichte Breitwandpanoramen." Die Welt Weimar im Jahr 1805. Die Brüder Grimm machen ihre Aufwartung, doch finden sie Schiller todkrank vor. Verlegen übergeben sie die Arznei, die Goethe ihnen mitgegeben hat. Der sieche Dichter überlässt ihnen sein letztes Manuskript – doch wenig später wird ihnen diese Kostbarkeit gestohlen. Gegen ihren Willen geraten sie in eine finstere Verschwörung, in der Goethe, eine seltsame Gräfin, eine Geheimloge und exotische Rauschmittel eine Rolle spielen.(Quelle: Amazon)
  
Infos zum Buch
Seitenzahl: 368 Seiten
Verlag: Aufbau Verlag
ISBN: 
9783746633183

Preis:  12,99 € (Taschenbuch) / 6,99 € (E-Book)

Infos zur Autorin

"Kai Meyer geboren 1969, studierte Film- und Theaterwissenschaften und arbeitete als Journalist, bevor er sich ganz auf das Schreiben von Büchern verlegte. Er hat inzwischen über fünfzig Titel veröffentlicht, darunter zahlreiche Bestseller, und gilt als einer der wichtigsten Phantastik-Autoren Deutschlands. Seine Werke erscheinen auch als Film-, Comic- und Hörspieladaptionen und wurden in dreißig Sprachen übersetzt.." (Quelle: Amazon)

Erster Satz des Buches

"Am Morgen jedes Tages, an dem Gott, der Herr, von seinem Thron stieg und tot zusammenbrach, war die Milch in ihren Krügen geronnen wie Blöcke aus weißem Porzellan."

Fazit

Wieso wollte ich dieses Buch lesen? Kai Meyer ist und bleibt einfach einer meiner liebsten Autoren... nicht zuletzt, weil er mich schon vor vielen vielen Jahren mit "Die fließende Königin" völlig in den Bann zog. Auch wenn ich "Die Geisterseher" irgendwann schon einmal gelesen habe, konnte ich ich nach etlichen Jahren nicht mehr wirklich daran erinnern, weswegen ich mich dieser Lektüre nun unbedingt noch einmal widmen wollte. 

Cover: Die Paperback Ausgabe aus dem Aufbau Verlag, die neu erschienen ist, hat gleichzeitig auch ein neues Cover erhalten, was mir persönlich sehr gut gefällt. Darauf sieht man ein rotes Siegel, der Hintergrund ist "pergament-artig" gehalten, was auch inhaltlich sehr gut passt. 


Story + Charaktere: Die Gebrüder Grimm, welche gerade bei Goethe höchstpersönlich einquartiert sind, werden zu Schiller eingeladen, der ihnen dann auch noch ein unveröffentlichtes Manuskript in die Hände gibt, das seinen Weg zu Goethe finden soll... für die Gebrüder Grimm ein ganz großes Ding! Wir befinden uns im Jahre 1806 und begleiten die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm auf ihrer Reise und wie es meist so ist, kommt es anders als man denkt. Das Manuskript wird ihnen auf dem Weg zurück zu Goethe entwendet und schon entfacht sich die Jagd, denn nicht nur die beiden haben es darauf abgesehen, das Manuskript in die Hände zu bekommen. Unterwegs begegnen sie polnischen Ägyptern, einer merkwürdigen Gräfin, einem holden Fräulein und vielen weiteren merkwürdigen Personen, von denen keiner auf den ersten Blick das zu sein scheint, was er vorgibt zu sein. Grauenvolle Morde, seltsame Hinweise und ein Armenier, den keiner gesehen hat, machen das ganze noch mysteriöser und lange Zeit lässt sich an Auflösung noch nicht denken...


"Die Geisterseher" ist ein fantastisch-historischer Roman, der Spaß macht. Wir lernen nicht nur die Gebrüder Grimm kennen (oder deren Alter Ego) kennen, sondern begegnen auch den berühmten Dichtern Goethe und Schiller, wobei wir nur Goethe näher kennenlernen. Auch wenn die Geschichte fiktiv ist, ist sie unglaublich spannend und faszinierend und wer weiß, ob es sich nicht doch so ähnlich zugetragen haben könnte? 

Zu den Charakteren kann man sagen, dass mir Jacob Grimm mit seiner ermittlerischen Kombinationsgabe stellenweise ein wenig auf den Keks ging, denn egal wie unlogisch und blöd er eine Situation fand - mit Hilfe seiner Kombinationsgabe bog er einfach alles so, wie er es brauchte. Auch wenn seine Ideen meist schlüssig wirkten, schob er sich damit doch sehr in den Vordergrund. Wilhelm Grimm hingegen, unser Erzähler, übergab sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit (wenn er sich ekelte) und wirkte im Vergleich zu seinem Bruder eher ein wenig empfindlich. Die kleinen Zankereien der beiden machte jedoch äußerst viel Spaß und konnten mich stets belustigen. Ob die Gebrüder Grimm tatsächlich so unterschiedlich in ihrer Art waren, wäre nun wirklich mal interessant zu wissen, ich denke, ich werde dahingehend auf jeden Fall mal Nachforschungen betreiben! Auch die anderen Charaktere (allen voran natürlich Goethe) fand ich äußerst spannend, auch wenn man bei so manchem nicht direkt zu Beginn weiß, was man von ihm halten soll!

Schreibstil: Der Schreibstil von "Die Geisterseher" ist kein typischer Kai Meyer, denn da er hier aus der Sicht von Wilhelm Grimm schreibt, ist auch die Sprache der Zeit von damals angepasst. Mir persönlich gefällt das sehr gut, denn es passt nicht nur sehr gut, sondern wirkt authentisch. 


Gesamt: Wer bei historischen Romanen darüber hinwegsehen kann, dass fantastische Elemente eingewebt werden und einst tatsächlich existierende Personen, bzw. deren Werdegang, nicht ganz so realistisch dargestellt wird, der wird mit diesem Roman sicherlich große Freude haben. Neben jeder Menge Verstrickungen und merkwürdigen Ereignissen zieht sich eine klare rote Linie durch das Buch und alles ergibt nach und nach einen Sinn. Die Auflösung, so simpel sie sein mag, fand ich wirklich gelungen, auch wenn ich hier (aus Spoiler-gründen) nun nicht näher ausführen möchte, woran das lag. 

Wertung: 5 von 5 Sterne!



Ein ganz herzliches Dankeschön an den Aufbau-Verlag, für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars! 

Freitag, 5. Mai 2017

[Rezension] Jeff Menapace - Das Spiel 03 - Tod

Inhalt
"Die Lamberts sind eine Familie wie aus dem Bilderbuch. Liebevolle Eltern, entzückende Kinder. Doch nach der grauenvollen Begegnung mit drei Psychopathen ist für die Lamberts nichts mehr wie zuvor. Sie haben überlebt aber es gibt noch ein letztes Spiel, das gespielt werden muss. Für den Meister dieses Spiels ist es die Krönung seines perfiden Schaffens … für die Lamberts die pure Hölle!" (Quelle: Amazon)
  
Infos zum Buch
Seitenzahl: 336 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
ISBN: 978-3453677098
Preis: 9,99 € (Taschenbuch) / 8,99 € (E-Book)

Infos zum Autor
"Jeff Menapace, geboren in Philadelphia, verbringt seine meiste Zeit damit, Bücher zu schreiben und sich Horrorfilme anzusehen. Mit seiner Spiel-Trilogie wird er in Amerika als neuer Stern am Horror-Himmel gefeiert. Er liebt Martial Arts, die 3 Stooges und ist überzeugt davon, dass The Texas Chainsaw Massacre von 1974 der größte Film aller Zeiten ist.." (Quelle: Amazon)

Erster Satz des Buches
"Stan und Josephine Barr waren auf dem Weg zurück in die Pines, als sie die Frau im Graben sahen."

Fazit
Wieso wollte ich dieses Buch lesen? Nachdem ich Band 1+2 der Trilogie wahrhaft verschlungen habe, wollte ich natürlich wissen, wie es weitergeht, insbesondere deswegen, weil Band  2 eigentlich ein eher abschließendes Ende vorweist... 

Cover: Das Cover wurde, wie auch bei den Vorgängerbänden, eher schlicht gewählt, ist aber dennoch aussagekräftig. Eine blutige Mistgabel in weißem Holz... es wirkt eindrucksvoll, das muss man zugeben. 

Story + Charaktere:
 Anders als der Klappentext beschreibt, geht es in diesem letzten Teil der Trilogie weniger um die Lamberts, sondern eher um Monica (die Schwester der Fanelli Brüder) und Domino, Freund und Beschützer der Familie Lambert. Monica hat eine Rechnung mit Domino offen und entwickelt nun wieder eines ihrer perfiden Spiele, um sich ausgiebig an dem Leibwächter zu rächen. 


Dies fand ich persönlich ehrlich gesagt etwas irreführend, den der Klappentext verspricht ein wiedersehen mit Familie Lambert, diese spielen in "Das Spiel: Tod" jedoch nur noch eine untergeordnete Rolle. Ich, die das Leben und leiden der Familie verfolgt und mitempfunden habe, hätte mir gewünscht, noch mehr über sie zu lesen, stattdessen lesen wir eher vom Disput zwischen Monica und Domino. Auch wenn die grausame und bösartige Seite dieser Romane stellenweise noch spürbar war, so nahm diese in diesem letzten Band jedoch einen weitaus geringeren Anteil an und man muss wirklich sagen, dass sich die Trilogie seit dem ersten Band kontinuierlich verschlechtert hat - leider. 

Man kann nicht sagen, dass dieser letzte Band nicht irgendwie fesselnd gewesen wäre, denn die zerstörerische Art von Monica blitzt so manches Mal noch deutlich durch, doch im Gegensatz zu den Vorgängerbänden verlor er einiges an "Schmackes". Das Ende kam für meinen Geschmack viel viel viel zu schnell und der Autor hat die Chance, ein richtig fieses "Spiel" (a lá Saw) zu gestalten leider doch zu schnell aufgegeben. Auch wenn der Anfang dieser "Spiele" durchaus lesenswert und erstaunlich kreativ war, so hatte ich spätestens beim vorletzten "Spiel" (Stichwort Halluzination) schon fast das Bedürfnis, den Autor zu schütteln, da er diese Chance auf ein tolles Ende derartig "vergeigte". Die letzten Seiten ließen dann eher noch Fragen offen und lässt fast befürchten (!), dass der Autor hier noch einmal an die Geschichte ansetzen möchte.

Auch wenn ich "Opfer" und "Rache" wirklich gut fand, ersteren noch deutlich mehr, so finde ich, dass hier kein würdiger Abschluss geschaffen wurde, er das Ganze nun aber auf sich beruhen lassen sollte. Ich hoffe sehr, dass sich der Autor eher neuen Geschichten widmet, als diese noch mehr auszuschlachten, denn ob ich diese noch lesen würde, ist eher fraglich. 

Die Charaktere von Domino und Monica fand ich stellenweise etwas zu perfekt, zu unbesiegbar, als das es noch realistisch gewesen wäre. Auch weiß ich bis jetzt nicht recht zu beurteilen, ob Monica eigentlich eine Auftragskillerin sein soll, oder was es mit den merkwürdigen Identifizierungsanrufen auf sich hat, die sie hin und wieder tätigt. 

Schreibstil: Der Schreibstil ist gewohnt fesselnd und sehr bildhaft.

Gesamt: Insgesamt war dieser abschließende Teil jetzt nicht unbedingt schlecht, ich hatte allerdings deutlich mehr erwartet -  vor allem hätte ich erwartet, etwas mehr von Familie Lambert zu erfahren, als nur von Monica und Domino zu lesen.. dies fand ich sehr schade, besonders, weil dem Ganzen irgendwie auch die Bösartigkeit seiner Vorgänger fehlte - schade!

Wertung: 3 von 5 Sterne!




Ein ganz herzliches Dankeschön an den Verlag, für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!