Freitag, 3. November 2017

[Rezension] Lorenz Stassen - Angstmörder

Inhalt
"Als der notorisch erfolglose Anwalt Nicholas Meller die junge Nina empfängt, die sich bei ihm bewirbt, wird schnell klar: Nina sieht genauso gut aus wie auf dem Bewerbungsfoto, und – sie trägt einen körperlichen Makel. Ihr rechter Arm ist zurückgebildet. Ebenso schnell wird klar: Nina ist eine starke Frau, die kein Mitleid duldet und sich durchs Leben kämpft. Beide ahnen nicht, dass ihre Schicksale schon bald durch dramatische Ereignisse verschmolzen werden. Sie geraten in den Fall um einen unheimlichen Mörder, der seine Opfer mit chirurgischer Präzision einkreist und brutal umbringt. Was niemand weiß: Der Angstmörder hat sein nächstes Opfer schon ausgewählt ..." (Quelle: Amazon)
  
Erster Satz des Buches
"Der Waldboden war feucht und kalt, und mit dem Bewusstsein kehrten die Schmerzen zurück."

Infos zum Buch
Seitenzahl: 352 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
ISBN: 978-3453438798
Preis: 12,99 € (Taschenbuch) / 9,99 € (E-Book)

Infos zum Autor
"LORENZ STASSEN. So heiße ich wirklich, bin 48 Jahre alt und lebe dort, wo auch mein Buch spielt, in Köln. Meine Hauptfigur ist quasi mein Nachbar, dennoch handelt es sich beim "Angstmörder" nicht um einen Regionalkrimi, sondern um einen handfesten Thriller.  In meinem "ersten Leben" habe ich Chemielaborant (bei BAYER) gelernt. Naturwissenschaften interessieren mich auch heute noch, aber ich wollte nicht mein ganzes Berufsleben im Labor stehen. Darum habe ich nach dem Zivildienst (so etwas gab es früher :-) in die Filmbranche gewechselt. Ich war zuerst als Produktionsassistent, dann als Aufnahmeleiter tätig. Parallel dazu habe ich das Schreiben angefangen und lebe seit über zwanzig Jahren davon, von Drehbüchern. Meine Filmografie ist bei: www.imdb.com zu finden. "Angstmörder" ist mein Debütroman. Weitere Bücher werden folgen.." (Quelle: Amazon)

Fazit
Wieso wollte ich dieses Buch lesen? Der Klappentext sagte mir spontan zu und machte mich neugierig, auf dieses Buch. Derzeit lese ich sehr gerne Thriller und bin über neue Autoren nicht nur dankbar, sondern auch sehr neugierig auf ebendiese! 

Cover:
Das Cover macht neugierig und hat auch einen Bezug zur Geschichte. Auch wenn es eher schlicht gehalten ist, gefällt es mir dennoch sehr gut und die Farbgebung ist stimmig. 

Story + Charaktere:
Manchmal sind Debüt-Romane gerade im Genre des Thrillers nicht ganz das, was man sich als Leser wünscht - mal ist der Plot nicht stimmig, manchmal ist das Buch vorhersehbar, manchmal passen die Charaktere einfach nicht richtig rein - doch bei Angstmörder war das definitiv nicht der Fall, ganz im Gegenteil! Mir gefiel nicht nur die Story richtig gut, da sie nicht nur sehr spannend war, sondern auch keinerlei Logikfehler oder sonstige Ungereimtheiten enthielt, auch die Charaktere hatten ihre Besonderheiten. Auch hält die Geschichte einige Überraschungen für den Leser bereit und nimmt die ein oder andere unerwartete Wendung. 

Nicholas Meller ist ein eher durchschnittlicher Strafverteidiger, mit schlechtem Examen, kleiner Kanzlei und wenigen Mandanten. Er schleppt sich von Monat zu Monat und hat noch nie einen Mordfall verteidigt - doch das ändert sich jetzt. Nicholas war mir vom ersten Moment an sympathisch, denn auch, wenn er an seiner Misere eigentlich selbst schuld ist, so lässt er sich doch nie unterkriegen und ist gerade dann zur Stelle, wenn es notwendig ist.

Nina Vonhoegen bewirbt sich in Nicholas Kanzlei als Referendarin und verschweigt dabei bewusst ihre Behinderung: seit ihrer Geburt fehlt ihr der rechte Arm. Doch gerade wegen ihrer Behinderung ist Nina eine sehr starke Frau, eine absolut bewundernswerte Persönlichkeit, von der ich mir gerne eine Scheibe abschneiden würde. 

Auch die anderen auftretenden Charaktere (besonders die Staatsanwältin Franka) waren nicht nur sympathisch, sondern auch sehr gut konstruiert. 

Das Ende war absolut unvorhersehbar und konnte mich restlos überzeugen - Herr Stassen, wann dürfen wir mit neuem Stoff von Ihnen rechnen? 

Schreibstil: Der Schreibstil ist sehr angenehm und gut zu lesen. Erzählt wird die Geschichte die meiste Zeit aus der Ich-Perspektive des Nicholas Meller, wechselt die Perspektive jedoch auf den Täter, so lesen wir aus der Erzählerperspektive. 

Gesamt: Mit seinem schlüssigen Plot, unglaublich tollen Charakteren und unglaublich viel Spannung konnte mich Lorenz Stassen nicht nur vom "Angstmörder" überzeugen, sondern von auch von sich selbst als Autor und ich bin fest davon überzeugt, dass dies nicht das letzte Buch sein wird, was ich von ihm lesen werde!

Wertung: 5 von 5 Sterne!


Ein ganz herzliches Dankeschön an den Heyne - Verlag, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! 


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